Und ich gestehe mir selbst, ich bin der glücklichste Mensch.

Vor einiger Zeit war mir wichtig, was die Anderen von mir halten, dass ich im Strom mit schwimme und dass ich beliebt bin. Ich hatte einen unglaublichen Druck und machte mir keine Gedanken mehr über mich selbst. Teils war ich selbst schuld, teils die falschen Freunde. Hatte Probleme mit meinen Eltern, mit Lehrern, mit mir selbst. Ich fühlte mich unwohl in mir. Suchte die Aufmerksamkeit bei anderen und schenkte mir selbst meine. Doch dann redeten und ignorierten mich die Freunde. Ich hatte kaum noch Kontakt zu irgendjemand und war scheu.

Mir war bewusst, dass ich etwas ändern musste.

Ich beschloss  zu den [neuen] alten Freunde wieder Kontakt aufzunehmen und war überrascht- dass sie mich so herzlich aufnehmen, nachdem was ich ihnen getan hab, erwartete ich nie. Das gab mir das Gefühl, dass sie wahre Freunde sind. Und ich würde dafür immer wieder die Hand in’s Feuer legen.

Ich lebte bis vor wenigen Wochen zufrieden. Ging in die Schule, kam heim, erledigte Schulaufgaben, schaute Serien und machte ab und an etwas mit Freunden. Das typische Leben einer 14-Jährigen also.

Doch plötzlich veränderte sich mein Leben. -Schlagartig.

Schon länger engagierte ich mich. Nicht für ein Tierheim, nicht für eine Organisation, sondern für meine Mitmenschen. Wenn ich sah, dass jemand Hilfe brauchte, gab ich ihm diese. Auch wenn ich dafür mit Leuten aneinander geriet, die ich wirklich mag. Ich gab denen mentale Hilfe, anstatt ihnen ’nur‘ die Taschen zu tragen. Bis heute, 4 Monate, nach dem Ereignis, bekomme ich immer noch Anerkennung von ihnen. Die Anderen bemerkten, was sie getan haben, entschuldigten sich und heute leben wir wieder friedlich Tag für Tag miteinander. Ein weiteres Beispiel: Ich könnte genauso im Imbiss etwas essen, aber ich beschloss unbewusst, in der Schulcafeteria zu essen, wo behinderte Menschen arbeiten. Sie geben sich Mühe, freuen sich, wenn sie sehen, dass es uns schmeckt. Und ich bin glücklich zugleich, wenn ich Menschen sehe, die eine Chance bekommen, die sie verdienen und Respekt und Anerkennung dadurch bekommen.

Aber in letzter Zeit beschloss mein zweites Ich glücklich zu sein, im Jetzt leben und dankbar zu sein. Für alles. Das Leben sinnvoll zu nutzen. Nicht nur auf dem Sofa zu gammeln. Raus gehen. Das tun, was mir gefällt. Ich sein. Und gute Noten zu schreiben.

Ich ging also den Monat positiv an. Motivierter und voller Überzeugung, ich könnte genau das schaffen, was ich will. Allein dadurch, dass ich mir immer wieder die Vorbilder genauestens anschaute, mit ihnen redeten und immer das Ziel vor Augen hatte und dem Universum vertraute, habe ich mir Respekt von Leuten, die mir wichtig sind, von Vorbildern, verschaffen.

Ich bin ich motiviert, Neues zu probieren und trotzdem immer meine Ziele im Fokus zu halten. Ich verstehe mich so gut mit meinen Eltern, mit Freunden, mit allen Mitmenschen. Ich strahle meine positive Energie  so sehr aus, dass ich fast keine traurigen Menschen um mich sehe. Ich habe das Gefühl, ich ziehe die Lieben um mich in meinen Bann. Ich meine, dass sie mich ganz anders anschauen, dass sie dieses Funkeln in den Augen haben, dass ich bei mir selbst immer wieder wahr nehme. Dass mich die Menschen um mich herum, intensiver lieben und leben. Und, so selbstsüchtig es auch klingen mag, ich der Grund dafür bin. Natürlich weiss ich, dass es nur meine Wahrnehmung ist, aber dadurch bin ich glücklicher, freier und ehrlicher und genau das übermittle ich ihnen.

Letztens wurde mir die Frage gestellt, was ich an meinem Alltag nicht mag. Ich antwortete, dass, egal was auch passiert, ich das Leben, mein Leben, liebe und schätze. Wenn ich am Ende meines Lebens zurück blicke, werde ich nicht sagen wollen, dass ich das typische Klischee- Leben lebte. Schule, Studium, Heirat, Eigenheim, Kinder. Ich will sagen, dass ich der glücklichste Mensch war, den ich selbst kannte. Und das Besondere: Dazu muss ich nicht um die Welt gereist sein oder täglich Meditationsübungen vollzogen haben. Ich sehe nämlich im Alltäglichem das Beste. Ich erfreue mich schon allein an dem einen Bild oder an dem Geruch oder an einem  Gespräch. Oder auch nur an dem Lächeln eines fremden Menschen. natürlich könnte ich nun sagen, dass es viel zu selten passiert und ich weiss, dass es stimmt.

Aber wieso sollte ich über die schlechten Dinge nun reden?

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