Hoffnungslose Liebe. Und warum alles gut werden kann.

LIEBE

So viele Metapher, die dieses Wort beschreiben. Diese 5 Buchstaben. Das Beste, was du empfinden kannst. Und noch besser: unendliche Liebe beiderseits.
Aber was, wenn die Liebe nicht erwidert wird? Egal ob von demjenigen, den wir kennen, der uns kennt, aber eben nicht liebt oder von einem Star, der vermutlich nicht mal weiß, dass wir existieren. Ja, dann ist Liebe so schmerzhaft. So unerträglich. Die einen brechen in Tränen aus, wenn sie es realisieren, die anderen verkriechen sich in sich selbst und dann ist da noch das Grüppchen, das kämpft. Unerschütterlich.

Und damit meine ich nicht, hundert Briefe zu schreiben oder mit allen Mitteln auf sich aufmerksam zu machen. Denn sie suchen Alternativen. Suchen die gleichen Charaktereigenschaften bei anderen. Lenken sich ab. Und irgendwann ist derjenige vergessen.

Und dann nach Wochen, nach Jahren und ja, vielleicht auch sogar nach ein paar Tagen, finden sie das, was man so lange suchte. Manchmal sogar etwas Besseres.

Oder:

Man träumte und schwärmte schon so lang von diesem Einen. Hach, diese Haare, die Augen oder einfach nur die unglaublich süßen Dinge, die er tut. Und man bemerkt: Das wird einfach nichts. Vergiss es. Ihr passt nicht. Zu alt. Zu schön. Zu viele Umstände, die es fast umständlich machen.

Irgendwann aber begegnet ihr euch wieder. Und er lächelt wieder. Und du weisst, dass der Moment gekommen ist. Lächle zurück. Plötzlich wieder dieses Kribbeln…

Egal was du tust mit der Liebe. Gib niemals die Hoffnung auf. Lass keine Träne über die Wange laufen, für eine Person, die du noch nicht lang genug kennst. Denn wenn er es wirklich wert ist und wenn ihr füreinander bestimmt seid, egal ob für immer oder als eine Lektion,  dann gibt es immer ein zweites Treffen.

Oder ein Drittes.

Behalte immer dein Strahlen, deinen unerschütterlich Kämpfergeist und die Hoffnung, denn genauso so überbringst du das Gefühl, geliebt werden zu wollen.

Geflüster des Juli’s

Leider kommt dieser Post ein wenig zu spät, doch die Klinik und mein Knie gehen vor. Vielen Dank für euer Verständnis ❤️

Liebe, Emma 

Gelesen: Viele inspirierende Klassiker, unter anderem Der Teufel trägt Prada. Total mein Geschmack! 

Geliebt: Kygo und seine Musik. Festivals. Musik. Freunde. Sommer. Und Tennis nach langer Zeit!

Darüber gelacht: über Haar-Fauxpas, lustige Situationen mit Freunden und unlustige Dinge, über die nur ich lache

Getragen: kurze Schlafanzugshosen von H&M, perfekt für die warmen Tage. Und Sportsachen. In allen Variationen.

Gekauft: Reklamen. Shakespares, Schiller, Keller. Und ganz viel Essen für ganz liebe Leute. ❤️

Gesehen: Festival- Videos und  Videos, die mit Herz gemacht sind. Ohne Produktplatzierung, ohne Beauty und Lifestyle.

Gewesen/ Gereist: Roadtrips durch die Heimat. Hach, das Land kann so schön sein!

Gefeiert: Das Zeugnis, gute Freunde und meine Motivation!

Geärgert: über Leute, die mich bedrängen, die YouTube-Gang und über das zu schnelle Verschwinden der Sonne abends :( 

Am Ende fällt es sowieso nicht auf, ob du geschminkt bist oder nicht.

Seit ich den ersten Pickel auf der Nase entdeckte, klaute ich sofort von meiner Cousine den Concealer und deckte das ab, was sein musste.

Und dann kam Wimperntusche dazu. Ließ die Augen so schön strahlen.

Und Rouge. Bronzer. Highlighter. Das ganze Packet.

Vor zwei Wochen aber wachte ich auf, mein Blick fiel auf die Uhr. 6:15! Ach herrje, in 15 min. ging schon mein Bus. Die reine Katastrophe für jemanden wie mich, der Ordnung und genaue (Zeit-)Planung liebt.

Also musste es schnell gehen. Im Bad war ich relativ schnell fertig. Zähne und Gesicht putzen und dann noch die Hände. Und dann gings an den Schminktisch…

Concealer und Puder ist für mich immer ein Muss! Bronzer? Hm. Ein wenig für die Kontur. Rouge und Highlighter habe ich gekonnt ignoriert. Schnell die Augenbrauen nach gezogen und dann gings an die Augen. Ich hatte keine Zeit mehr. Zuerst übersprang ich den Schritt mit dem Lidschatten. Bei dem Wetter nicht weiter schlimm. Die Wimpern. Ein Teil meines Körpers, dem ich besonders gerne Aufmerksamkeit schenke. 5 Minuten noch.

Und dann sah ich mich genau an. Drehte meine Gesicht nach links und rechts. Betrachtete mich. Besonders meine Augen. Da war was. Da waren Wimpern, die wundervoll lang waren, dicht und schön dunkel. Wieso habe ich das, obwohl ich mich mit ihnen intensiv beschäftige, nie bemerkt?

Waren es die Medien, die Riesenkompanien, die uns dazu drillen, immer mehr zu konsumieren, immer schöner zu werden und uns selbst ein falsches Bild von uns zu machen?

Eine harte Überwindung ohne irgendwas auf den Wimpern in die Schule zu gehen. Gegenüber Leuten zu stehen, die mich so gut wie nie so gesehen haben.

Und als ich dann so vor den Lieben auftrat, schaute mich einer an und sagte: Du siehst heut anders aus, so hübscher.

Das gab mir die Bestätigung. Kein Mensch braucht morgens ewig lang damit zu verbringen, sich eine Maske aufzulegen. Klar ist es toll, sich schön zu machen, jeden Pinselstrich zu zelebrieren und die Veränderung, die schönste Seite von sich zu sehen. Aber das gelingt im Alltag leider oft nicht. Vor allem im Sommer. Da reibt man sich mal die Augen, schwitzt oder weint. Egal ob vor Freude oder vor lauter Trauer. Und dann sieht man einem Panda, anstatt einem Hollywoodstar, gleich. Dann lieber ohne.

Seit  16 Tagen schminke ich mich nicht mehr. Na gut, abgesehen von dem Puder und dem Augenbrauenstift. Aber ein wenig Ich muss dabei übrig bleiben. Das Ich, das es mag sich im Spiegel zu sehen, was heutzutage leider keine Selbstverständlichkeit mehr ist.

Mehr Realität gegenüber deinen Mitmenschen. Meiner Meinung nach ist es eine Art Höflichkeit und Vertrauen, sich seinem Gegenüber offen, ohne Schminke zu zeigen.

Sei du selbst, versteck dich nicht. Leg deine Maske ab und trau dich!

Ach ja. Den Bus habe ich vor lauter Betrachten meiner Wimpern doch verpasst. HA. HA.

Die Odyssee zu mir selbst.

Ich durchsuche das Foto-Album meines iPhones. Plötzlich tauchen da alte Fotos auf. Keine Erinnerungen, Fotos von mir selbst. Vor 2 Jahren. Schnell scrolle ich zu dem aktuellen Datum. Vergleiche die zwei Bilder. Suche weitere heraus, vor einem Jahr, vor einem Halben, vor 10 Jahren.

Mein Gott, was ist aus mir geworden? Ich habe mich so verändert, äusserlich, sowie meine Persönlichkeit. Das kleine Mädchen vor 10 Jahren, strahlend sitzt sie da mit ihrem wilden Lockenkopf und beobachtet genau die Grossen. Passt sich ihnen an, ist glücklich über alles, was gerade passiert. Zu jung, naiv, aber glücklich. Im Nachhinein die beste Zeit meines Lebens.

Das Bild, welches ich als erstes gefunden habe. Diese Klamotten, die Frisur, dass alles bin ich nicht. Genau wie vor 4 Jahren, anpassend an die Anderen. Im Nachhinein eine Irrfahrt, eine Odyssee zu mir selbst. Im grössten Sturm gerade. Meine Gefühle, mein Denken, mein Handeln wurde beeinflusst von Anderen. Ich war nicht mehr ich selbst. Heute schüttele ich nur noch den Kopf darüber. Wie konnte ich mich nur so hängen lassen? Das einzig Positive: Die Meinung der Anderen interessierte mich nicht. Ich hatte zwar Vorbilder, auf die ich hochschaute, denen ich folgte. Ich wollte so sein wie sie, aber immerhin machte ich mir keine Kopf über die Anderen. Immer noch naiv.

Dann kam dieses Ereignis, dass mich wahrscheinlich für immer prägte. Ich spürte, dass Andere doch über mich redeten, negativ natürlich. Ich rebellierte unbewusst. Machte mir Gedanken, wie ich ihnen gefallen könnte. War so wie sie. Doch ich fühlte mich eingeengt in mir selbst. Ich spürte, dass eine Andere in mir wohnt, dass ich nicht mehr ich selbst war, nicht mehr der kleine Lockenkopf. Irgendwann kam ich plötzlich zu dem Entschluss, doch Ich zu sein und nicht mehr das Abbild jener, die immer noch über mich redeten, egal wie ich war. Ich stellte mein Leben komplett um. Neuer Freundeskreis, neue Handynummer, neues Erscheinungsbild. Und es tat gut, verdammt gut. Meine Persönlichkeit wandelte sich wieder in Richtung ICH selbst. Zwar ging das nicht spurlos an mir und meiner Gesundheit vorbei, aber ich würde es immer wieder in Kauf nehmen. Ich bin angekommen, dort wo ich sein sollte, wo ich gerade bin. Bei Menschen, Freunden, die mich schätzen, respektieren und mich sofort aufnahmen, was nicht immer selbstverständlich ist. Ich weiss nicht, was in ein paar Jahren passiert, aber das was ich weiss, ist, dass ich mit diesen Menschen die nächsten Jahre verbringen möchte. Laut lachend, der Strasse entlang rennend, glücklich.

Was ich gelernt habe in den letzten zwei Jahren?

Dass du nicht immer dem Ideal entsprechen musst, nicht immer genau in diese Gemeinschaft passt und dass es Menschen gibt, die nicht überheblich sind, die dir Komplimente machen, die dich behandeln wie ein wertvoller Schatz und genau das musst du ihnen wiedergeben. Ich habe keine konkreten Vorbilder mehr und mich interessiert die Meinung der Andere nicht mehr. Ich lebe. Und bin immer noch ich selbst, glücklich und zufrieden.

Und das wichtigste was ich gelernt habe, ist, dass man mit deiner eigenen Persönlichkeit alles erreichen kann. Dass du mit dir selbst, das bekommst, was du verdient hast.

Und ich gestehe mir selbst, ich bin der glücklichste Mensch.

Vor einiger Zeit war mir wichtig, was die Anderen von mir halten, dass ich im Strom mit schwimme und dass ich beliebt bin. Ich hatte einen unglaublichen Druck und machte mir keine Gedanken mehr über mich selbst. Teils war ich selbst schuld, teils die falschen Freunde. Hatte Probleme mit meinen Eltern, mit Lehrern, mit mir selbst. Ich fühlte mich unwohl in mir. Suchte die Aufmerksamkeit bei anderen und schenkte mir selbst meine. Doch dann redeten und ignorierten mich die Freunde. Ich hatte kaum noch Kontakt zu irgendjemand und war scheu.

Mir war bewusst, dass ich etwas ändern musste.

Ich beschloss  zu den [neuen] alten Freunde wieder Kontakt aufzunehmen und war überrascht- dass sie mich so herzlich aufnehmen, nachdem was ich ihnen getan hab, erwartete ich nie. Das gab mir das Gefühl, dass sie wahre Freunde sind. Und ich würde dafür immer wieder die Hand in’s Feuer legen.

Ich lebte bis vor wenigen Wochen zufrieden. Ging in die Schule, kam heim, erledigte Schulaufgaben, schaute Serien und machte ab und an etwas mit Freunden. Das typische Leben einer 14-Jährigen also.

Doch plötzlich veränderte sich mein Leben. -Schlagartig.

Schon länger engagierte ich mich. Nicht für ein Tierheim, nicht für eine Organisation, sondern für meine Mitmenschen. Wenn ich sah, dass jemand Hilfe brauchte, gab ich ihm diese. Auch wenn ich dafür mit Leuten aneinander geriet, die ich wirklich mag. Ich gab denen mentale Hilfe, anstatt ihnen ’nur‘ die Taschen zu tragen. Bis heute, 4 Monate, nach dem Ereignis, bekomme ich immer noch Anerkennung von ihnen. Die Anderen bemerkten, was sie getan haben, entschuldigten sich und heute leben wir wieder friedlich Tag für Tag miteinander. Ein weiteres Beispiel: Ich könnte genauso im Imbiss etwas essen, aber ich beschloss unbewusst, in der Schulcafeteria zu essen, wo behinderte Menschen arbeiten. Sie geben sich Mühe, freuen sich, wenn sie sehen, dass es uns schmeckt. Und ich bin glücklich zugleich, wenn ich Menschen sehe, die eine Chance bekommen, die sie verdienen und Respekt und Anerkennung dadurch bekommen.

Aber in letzter Zeit beschloss mein zweites Ich glücklich zu sein, im Jetzt leben und dankbar zu sein. Für alles. Das Leben sinnvoll zu nutzen. Nicht nur auf dem Sofa zu gammeln. Raus gehen. Das tun, was mir gefällt. Ich sein. Und gute Noten zu schreiben.

Ich ging also den Monat positiv an. Motivierter und voller Überzeugung, ich könnte genau das schaffen, was ich will. Allein dadurch, dass ich mir immer wieder die Vorbilder genauestens anschaute, mit ihnen redeten und immer das Ziel vor Augen hatte und dem Universum vertraute, habe ich mir Respekt von Leuten, die mir wichtig sind, von Vorbildern, verschaffen.

Ich bin ich motiviert, Neues zu probieren und trotzdem immer meine Ziele im Fokus zu halten. Ich verstehe mich so gut mit meinen Eltern, mit Freunden, mit allen Mitmenschen. Ich strahle meine positive Energie  so sehr aus, dass ich fast keine traurigen Menschen um mich sehe. Ich habe das Gefühl, ich ziehe die Lieben um mich in meinen Bann. Ich meine, dass sie mich ganz anders anschauen, dass sie dieses Funkeln in den Augen haben, dass ich bei mir selbst immer wieder wahr nehme. Dass mich die Menschen um mich herum, intensiver lieben und leben. Und, so selbstsüchtig es auch klingen mag, ich der Grund dafür bin. Natürlich weiss ich, dass es nur meine Wahrnehmung ist, aber dadurch bin ich glücklicher, freier und ehrlicher und genau das übermittle ich ihnen.

Letztens wurde mir die Frage gestellt, was ich an meinem Alltag nicht mag. Ich antwortete, dass, egal was auch passiert, ich das Leben, mein Leben, liebe und schätze. Wenn ich am Ende meines Lebens zurück blicke, werde ich nicht sagen wollen, dass ich das typische Klischee- Leben lebte. Schule, Studium, Heirat, Eigenheim, Kinder. Ich will sagen, dass ich der glücklichste Mensch war, den ich selbst kannte. Und das Besondere: Dazu muss ich nicht um die Welt gereist sein oder täglich Meditationsübungen vollzogen haben. Ich sehe nämlich im Alltäglichem das Beste. Ich erfreue mich schon allein an dem einen Bild oder an dem Geruch oder an einem  Gespräch. Oder auch nur an dem Lächeln eines fremden Menschen. natürlich könnte ich nun sagen, dass es viel zu selten passiert und ich weiss, dass es stimmt.

Aber wieso sollte ich über die schlechten Dinge nun reden?

Der Kopf tobt, der Körper bleibt still. Oder doch andersrum?

Sommer. Die Zeit, in der man liebt, lacht und einfach nur lebt. Sommer bedeutet für viele Festivals, lange Sommerabende, Bikini’s, und dieses Jahr besonders, die Hitze. Für mich war Sommer nie ein Thema. Ich lebte genau so wie die Monate davor, wieso denn auch? Nur weil es wärmer wird und der Tag länger?

Doch dieser Sommer ist anders. Wie, wenn mir jemand was in’s Wasser getan hätte. Es scheint so, als würde mein Kopf, meine Kreativität, meine Konzentration mich verlassen und es würde nur eins zählen: Gute Musik, Sport und den ständigen Kontakt mit Freunden über’s Smartphone. Ein Leben, wo mir davor fremd war. In dieser Dimension habe ich noch nie so intensiv gelebt wie jetzt. Ich veranstalte mein eigenes Tomorrowland mithilfe von Spotify, Kygo und dessen hübschen Gesichtes.  Tanze so viel wie noch nie. Treibe so viel Sport, dass ich täglich noch mehr angespornt bin und noch mehr schaffen möchte.

Das Ganze hört sich super an. Aber ich merke, dass ich damit in einer Zwiespalte bin: Einerseits liebe ich es, mit der Musik mich treiben lassen, andererseits weiß ich, dass ich kaum noch meinen Pflichten nachgehe. Kaum noch echten Kontakt mit den Freunden habe, mit denen ich die ganze Zeit über die verschiedensten Dinge schreibe. Kaum noch Motivation finde für die ‚alltäglichen Dinge‘.

Der Körper tobt, der Kopf bleibt still.

Ausserhalb dieser Jahreszeit bin ich konzentriert, belächle so gut wie alles und bin eine Vorzeige- Vierzehnjährige. Aber jetzt. Jetzt bin ich das totale Gegenteil. Aber an welchen Tatsachen liegt es? Alle ticken gerade aus. Die einen probieren sich in der Liebe, die anderen im Alkohol.  Und irgendwo dazwischen bin ich. Gefangen. Ich will wieder so motiviert sein wie sonst, so viel arbeiten und lernen und doch so einen Spaß haben wie jetzt. Aber anders. Keine hoffnungslose Liebe.  Liebe, die niemals existieren wird. Die einfach zu anstrengend ist. Keine Verzweiflung, wenn man wieder „normal“ tickt.

Eine Mischung wär ganz geil. Zwischen Der Kopf tobt voller Ideen, Konzentration und Motivation, der Körper bleibt still und der Körper tobt vor lauter Hände in die Höhe und wildes Getanze, der Kopf bleibt still weil der Moment unendlich ist. 

Unendlich, das bin ich gerade. Glücklich und doch nicht.

Los! Sei stark, zeig, dass du Freundschaften pflegen kannst!

So fremd alles. Ich bin so allein, allein gelassen mit meinen Gedanken, mit mir selbst. Summertime Sadness. Jedes Jahr. Jedes Jahr dieses beklemmende Gefühl, man macht was falsch mit seinem Leben und kann dem gesellschaftlichen Standart nicht gerecht werden. Muss man das? Nein. Auf keinen Fall, man sollte immer sich selbst akzeptieren. – Leicht gesagt. Und dann scrollt man durch die Kontaktliste, wer sind die Menschen? Sie sind mir so fremd, das unrealistische Bild von Freunden, die keine Interessen mit mir teilen, mit denen ich nicht über Themen reden kann, die mich beschäftigen. Pflichtfreundschaften, sie kommen aus dem gleichen Dorf, die Eltern sind befreundet oder man befehlt sich selbst: Los! Sie sind mit ihr befreundet, sei es du auch! Denk an deinen Status, was denken die Leute von dir? Du bist kein verwahrlostes Mädchen, sei stark, zeig, dass du Freundschaften pflegen kannst! Die Wahrheit? Ich bin schlecht in sowas. Ich bin die erste die vom Fest gehen will, ich bin müde. Stimmt ja auch. Mich langweilt das typische Leben. Ich muss weder um die Welt reisen, noch mit meiner Clique das Leben genießen. Lieber mit einer Freundin, eingekuschelt, mit Tee über das Leben philosophieren. Schlafen, wann man will, wann man muss. ‚Komm, ein Bier noch.‘ – warum? Ich verstehe mich zwar mit dem Leuten, aber müsste ich mich entscheiden, ich würde dagegen sein. Ich habe keine richtige Clique, einen Kreis, indem ich fest integriert bin. So oft wünsche ich mir das. Was soll ich nur tun? Dieser ständige Monolog über das Elend. Und doch wird man enttäuscht. Plötzlich piepst das Handy: Hei:) was machst du so? Ist das wirklich ernst gemeint? Sie würden mit mir was unternehmen, aber ich habe einfach keine Lust mit Ihnen. Beunruhigend. Ich kann keine smalltalks führen, ohne dabei das Gefühl zu haben, dass ich versage. Versagen. Angst. Mache ich alles richtig? Sage ich nichts Komisches? Der erste Eindruck macht mir Angst. Ich kann das nicht. Aber worin Ich ein Meister bin: Freundschaft. Tiefsinnige Freundschaften mit denjenigen, die mir ähnlich sind. Denen ich vertraue und die mir das Gefühl schenken, sie können, egal was ist, immer zu mir kommen. Lieber ein „Komm her, wein‘ dich aus“ als ein „Na,wie geht’s?“. Freundschaft vor Bekanntschaft.

IMG_3662IMG_3663IMG_3664